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February 5, 2012, 1:39 pm
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Gesamtübersicht Hotels in Tyrrhenischen Küste

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Tirrenic coast tourist guide: 75 km östlich von Palermo und in der Mitte der Nordküste Siziliens liegt das hübsche Seebad Cefalù (14.000 Einw.), überragt von dem steilen Berg Rupe, Ort antiker Siedlungen der Sikaner und Griechen. Die mittelalterlichen Häuser und engen Gassen haben sich über Jahrhunderte hinweg kaum verändert. Sie liegen dichtgedrängt zwischen der Küste, der mächtigen Kathedrale und dem fast 300m hohen Felsblock, der sie wie Spielzeug wirken lässt.
Ein malerischer alter Fischerhafen, nette Restaurants mit Blick auf die Felsküste und der lange Sandstrand zählen zu den Highlights des immer mehr an Bedeutung gewinnenden Ferienorts, der auch schon ab und “Tirrenic Coast des Nordens” genannt wird.
Der Bau der Kathedrale, einer der gewaltigsten Kirchen Südeuropas und Glanzstück der Arabisch-Normannischen Ära, begann 1131 während der Herrschaft des Normannen Roger (Ruggero) II. Die Apsis wird von einer Darstellung des Antlitz Christus’ beherrscht und weist gigantische byzantinische Goldmosaiken auf. Auf Cefalùs Berg sind noch die Ruinen einer normannischen Festung zu bewundern, sowie die Überreste des antiken sikanisch-griechischen “Diana-Tempels”  -  abgesehen von einem arabischen Waschhaus in der Altstadt die einzigen Relikte der ehemaligen Siedlungen. Der überwältigende Panoramablick vom Gipfel auf Stadt, Kathedrale, Berge und das Meer mit den Liparischen Inseln entschädigt für den mühevollen Aufstieg. Nachts sind Fels und Kathedrale beleuchtet, ein Anblick, der Cefalùs mittelalterlichen Glanz erahnen lässt.
Nur 15km südlich ins Landesinnere liegt die Wallfahrtskirche “Santuario di Gibilmanna” bereits auf ca. 1.000m Höhe, dem niedrigeren Bergkamm des “Nationalpark Madonie”, einem ca. 40.000 Hektar großen Naturschutzgebiet voller Mandel- und Olivenbäume, Kastanien-, Eichen- und Buchenwäldern, wo noch Wildkatzen und Adler zu Hause sind. Weiter hinunter nach Süden erreichen die Gipfel bis zu 2.000m  -  ein ideales Gebiet für Skifahrer. Wichtigster Ausgangspunkt für Wintersportaktivitäten und Bergtouren aller Schwierigkeitsgrade ist das Bergdorf Isnello, überragt von einem mittelalterlichen Kastell. Das malerische Petralia Sottana, Hauptort der Madonie, thront auf einem 1.000m hohen Bergrücken und bietet eine herrliche Aussicht.

Weiter östlich erstreckt sich im Hinterland der Tyrrhenischen Küste zwischen Sant’Agata di Militello (mit “Museo dei Nébrodi”) und Tíndari ein weiterer wunderschöner Naturpark, der “Parco dei Nébrodi” (mit 86.000 Hektar einer der größten Nationalparks Europas). Die für Nordsizilien charakteristischen dichten Wälder dieser Region, in der sogar noch wilde schwarze Schweine anzutreffen sind, wurde erst 1993 als Schutzgebiet ausgewiesen. Als Alternative zu Wanderungen kann man beide Parks auch auf Reitausflügen erkunden. Die in San Fratello gezüchteten Pferde sind in ganz Sizilien berühmt und viele der “agriturismi” (Ferien auf dem Bauernhof) bieten inzwischen diese Option an.

Vom Nébrodi-Park zurück an der Küste lohnt sich ein Besuch des beliebten Ferienorts Capo d’Orlando. Das hübsche Städtchen feiert am 15. August mit einer Bootsprozession rund um das Kap sein traditionelles Fischerfest.

Ungefähr 40km östlich liegt Tíndari 280m hoch auf einer steilen Klippe und unterhalb das einzigartige “Mare Secco” (trockenes Meer), weiße Sandbänke, die mit mit den blauen und türkisen Streifen des Meeres dazwischen kontrastieren  -  eine bezaubernde Lagune. Die Ausgrabungsstätte des antiken Tyndaris und die Wallfahrtskirche der “Schwarzen Madonna” liegen beide auf dem Felsplateau und bieten einen traumhaften Blick auf das Meer und die Liparischen oder Äolischen Inseln.
Tyndaris war eine letzten griechischen Kolonien Siziliens, sie wurde erst 396 v.Chr. von Dionysios I. von Syrakus zum Schutz der Nordküste gegen die Angriffe der Karthager gegründet und wuchs rasch auf über 5.000 Einwohner an. Unter den Römern erlebte die Stadt erneut eine Blütezeit, was die große Anzahl von Bauwerken aus dieser Epoche belegt. Zerstört wurde Tyndaris schließlich 836 von den Sarazenen. 
Zu den bedeutenden Funden zählen Teile der Basilika und der alten Stadtanlage, ein malerischer Torbogen, Mosaikfußböden einer antiken Villa und das wunderschön gelegene griechische Theater, wo immer im Juni wieder antike Tragödien aufgeführt werden.

Der Sage nach ist die hölzerne Statue der Schwarzen Jungfrau Maria byzantinischen Ursprungs und kam im 8. oder 9. Jhdt. von Konstantinopel nach Sizilien. Sie soll wundertätige Kräfte haben, weshalb man für sie die “Kapelle der Madonna Nera” errichtete, die im 16. Jhdt. von Piraten zerstört und wieder durch eine neue ersetzt wurde. Die heutige von weither sichtbare Kirche wurde erst in den 50er Jahren erbaut und zieht Pilger aus ganz Sizilien an.
Das Fest zu Ehren der Schwarzen Madonna findet alljährlich am 8. September statt.

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